Kurzporträt


Vom Kaiser-Wilhelm-Institut zum Leibniz-Institut - eine Geschichte

Am 29. Januar 1993 wurde das heutige Leibniz-Institut für Nutztierbiologie als "Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere" (FBN) mit Sitz in Dummerstorf und Rostock als Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Mecklenburg-Vorpommern gegründet.

Tagungszentrum 2009

Damit steht diese Institution auf agrarhistorischem Boden. Bereits 1939 wurde in Dummerstorf das renommierte Kaiser-Wilhelm-Institut für Tierzuchtforschung eingeweiht. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte die Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR 1952 die Standorttradition mit der Etablierung des Instituts für Tierzuchtforschung fort. 1954 wurde zusätzlich das Oskar-Kellner-Institut für Tierernährung von Leipzig nach Rostock verlegt. Schließlich wurde das Institut 1970 mit dem Oskar-Kellner-Institut in Rostock und dem Institut für Tierzucht und Tierhaltung Clausberg zum Forschungszentrum für Tierproduktion Dummerstorf-Rostock zusammengeschlossen, das in dieser Konstellation bis 1990 die landwirtschaftliche Spitzenforschung in der DDR repräsentierte. Bis zu seiner Auflösung im Rahmen des Einigungsvertrags 1990 waren etwa 1.300 Mitarbeiter in der Einrichtung beschäftigt.

Nach einer Evaluierung durch den Wissenschaftsrat im Jahr 1991 wurde Dummerstorf 1992 zum Standort des Instituts für Tierzucht als Teilbereich der Landesanstalt für Landwirtschaft und Fischerei des Landes Mecklenburg-Vorpommern. 1993 erfolgte dann die Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft.

Das 1993 neugegründete FBN Dummerstorf nutzt einen Großteil der historischen Liegenschaften und führt die Tradition dieses Forschungsstandorts bis heute fort. Es wird über die gemeinnützige Stiftung durch den Bund und die Länder getragen.

Im Dezember 2009 erfolgte die Umbenennung in Leibniz-Institut für Nutztierbiologie auf einstimmigen Beschluss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern.

Zahlen & Fakten

Stand 2015

  • ca. 20 Mio. Euro Etat, jeweils von Bund und den Ländern
  • 200.000 m2 Institutsfläche
  • davon 12.300 m2 Gebäudefläche
  • 4.000 m2 Laborfläche
  • 10.000 m2 Stallfläche
  • etwa 240 Beschäftigte, davon 61 wissenschaftlich Tätige
  • 53 Promovierende werden betreut
  • 6 Institute
  • ca. 150 Veröffentlichungen im Jahr, davon über 85 % in referierten Zeitschriften