Verhaltensphysiologie – Programm


Animal Welfare Biologie − Von der Nutztierethologie zur Psychophysiologie

Wir fokussieren uns auf die wissenschaftliche Aufklärung der biologischen Grundlagen von Animal Welfare, d.h. des physischen und vor allem psychischen Wohlbefindens von Tieren.

Zum Institut für Verhaltensphysiologie gehören zwei eng miteinander kooperierende Abteilungen − die Abteilungen Nutztierethologie und Psychophysiologie − die sich mit der Analyse der verhaltensbiologischen und psychophysiologischen Prozesse bei der Interaktion von Nutztieren mit ihrer Haltungsumwelt befassen.

Dabei gehen wir von der These aus, dass das in der Evolution erworbene, ultimat-abgestimmte Anpassungs- und Verhaltensrepertoire unserer heutigen Nutztiere in vielen Bereichen nur unzureichend mit den Bedingungen einer restriktiven Haltungsumwelt zurechtkommt, mit teilweise negativen, tierschutzrelevanten Folgen für die Tiere.

Durch die Untersuchung der verhaltensphysiologischen Grundlagen der dabei stattfindenden Bewertungs-, Anpassungs- und Bewältigungsprozesse wollen wir zu einem umfassenden Verständnis beitragen, wie Tiere möglichst optimal mit dieser besonderen Tier-Umwelt-Konstellation zurechtkommen.

Ziel ist es, den Tieren ein erfolgreiches Coping zu ermöglichen und − darauf basierend − wissenschaftlich begründete Ansätze für Verbesserungen in Tierschutz und Tierhaltung zu erarbeiten.

Wir nutzen ein breites Spektrum von Methoden und Forschungsansätzen, angefangen von vielfältigen Möglichkeiten der Phänotypisierung des Verhaltens, bioakustischen und kardiovaskulären Analysen, Untersuchungen zur Immunkompetenz sowie Hormon-, Neurotransmitter- und Rezeptorbestimmungen bis hin zur Entwicklung innovativer Lösungen für die Tierhaltung.