Muskelbiologie und Wachstum – Programm


Verständnis zellulärer Prozesse im Skelettmuskelgewebe und deren Effekte auf den Organismus

Das Institut Muskelbiologie und Wachstum leistet einen Beitrag zur Erforschung der Regulation und Modulation zellulärer Prozesse im Skelettmuskel und in assoziierten Geweben einschließlich ihrer Konsequenzen für Wachstum, Stoffwechsel und Muskelgesundheit.

Bei landwirtschaftlichen Nutztieren besitzt eine gesunde Skelettmuskulatur neben ihrer physiologischen Funktion für den Organismus auch Bedeutung als Basis für die ressourcenschonende Erzeugung von Fleisch.

Die bearbeiteten Projekte finden sich in den Programmbereichen wieder und können unter folgenden Themenkomplexen zusammengefasst werden:

Zelluläre Signale aus Muskel und Fett und ihr Einfluss auf die Körperzusammensetzung

Die Steuerung der Körpermassezusammensetzung beim Nutztier ist ein komplexer Prozess, in dem unter anderem Botenstoffe aus Fett- und Muskelzellen eine bedeutende Rolle spielen. Ziel der Untersuchungen ist hierbei einerseits die Identifizierung solcher als Adipokine oder Myokine bezeichneten Moleküle sowie Effekte von Rasse, Fütterung und weiteren Faktoren auf deren Ausschüttung.

Weiterhin stehen die Aufklärung von grundlegenden Vorgängen der Modulation von Zusammensetzung und Funktion des Skelettmuskelgewebes in ihren Auswirkungen auf die Tiergesundheit und die Qualität des Produktes Fleisch im Mittelpunkt der Forschung.

Myogenese als Prozess der Entwicklung, Ausprägung und Plastizität der Skelettmuskulatur

In diesem Schwerpunkt werden die molekularen und zellulären Regulationsmechanismen von Skelettmuskelwachstum und -differenzierung bei landwirtschaftlichen Nutztieren unter Einbeziehung  geeigneter Modellorganismen untersucht.

Im Fokus steht die Charakterisierung myogener Prozesse einschließlich der Funktion myogener Stamm- bzw. Progenitorzellen. Die Isolierung von Satellitenzellen aus Muskelgewebe dient dabei als Primärzellsystem zur Simulation der Myogenese in vitro.

Verknüpfung von intrazellulärem Lipidmetabolismus und muskulärer Adaptation

Die muskuläre Plastizität als Grundlage für funktionelle und/oder strukturelle Anpassungen des Gewebes auf interne und externe Stimuli ist Voraussetzung für Ausprägung und Erhaltung der Skelettmuskulatur von Nutztieren. Von besonderem Interesse hierbei sind die Aufklärung der zellulären Funktionen von Lipiden inklusive physiologischer und molekularer Grundlagen von Lipidtransport und -Speicherung.