Abteilung Statistische Methoden in der Genomik


Hochdimensionale statistische Modelle für eine bessere genomgestützte Analyse von quantitativen Merkmalen

Die Tierzucht zielt auf die Verbesserung von Leistungs- und Gesundheitsmerkmalen ab, indem erbliche Einflüsse auf ein Merkmal ausgenutzt werden. Genomische Marker (z.B. SNPs) werden verwendet, um die genetische Variation in einer Population festzustellen. Wir entwickeln mathematisch-statistische Methoden, um den Zusammenhang zwischen genetischer Variation und Merkmalsausprägung zu untersuchen und die Größe des genetischen Einflusses abzuschätzen.  Dabei ist es eine Herausforderung, unter der Vielzahl an genomischen Markern diejenigen zu  identifizieren, die wirklich relevant für ein Merkmal sind. Das erreichen wir, indem spezielle Schrumpfungs- und Selektionsmethoden angewandt werden.

Es existieren Abhängigkeiten zwischen SNPs, die durch Kopplung und Kopplungsungleichgewicht zwischen den Chromosomensegmenten verursacht und von der Populationsstruktur beeinflusst werden. Typische Familienstrukturen, die beim Nutztier vorkommen, sind Halbgeschwister- (z.B. Milchrind) oder Vollgeschwisterfamilien (z.B. Huhn). Wir bestimmen die Abhängigkeit zwischen SNP-Paaren, indem wir Rekombinationsrate und Kopplungsungleichgewicht anhand von SNP-Genotypen schätzen. Diese Zusatzinformation wird dann bei der genomgestützten Auswertung von quantitativen Merkmalen berücksichtigt. Außerdem untersuchen wir, wie genomische Marker entsprechend ihrer gegenseitigen Abhängigkeit sinnvoll gruppiert werden können, um eine Reduktion des statistischen Modells zu erreichen.


Wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen

Dr. math. Michael Doschoris
Institut für Genetik und Biometrie
+49 38208 68-934 | E-Mail
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Betreute Promovierende

M.Sc. Lidia de los Ríos Pérez
Institut für Genetik und Biometrie
+49 38208 68-908 | E-Mail
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M.Sc. Jan Klosa
Institut für Genetik und Biometrie
+49 38208 68-918 | E-Mail
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