Projekt


Auswirkungen vorübergehend erhöhter oder verringerter Temperaturen während der Entwicklung im Ei auf transkriptomische und metabolische Eigenschaften von Eintagsküken aus Broiler- und Legelinien

Kontakt: Prof. Dr. rer. nat. habil. Klaus Wimmers

Laufzeit: 2024-2027

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Zusammenfassung:

Die Ergebnisse sowohl unserer als auch anderer veröffentlichter Studien legen nahe, dass eine Modulation der Inkubationstemperatur direkte Auswirkungen auf die in-ovo- und ex-ovo-Entwicklung bei Geflügel hat. Abhängig von Zeitpunkt und Ausmaß der Temperaturveränderung sowie von Rasse und Geschlecht werden molekulare Stoffwechsel- und Signalwege beeinflusst. Diese Veränderungen manifestieren sich im Metabolom sowie in der differentiellen Genexpression.

Das Ziel dieses Projekts besteht in der Untersuchung der Auswirkungen erhöhter und verringerter Inkubationstemperaturen während der Behandlungsperiode (ED 10–13) auf das Transkriptom und das Metabolom bei Eintagsküken von Legehennen- und Broilerlinien. Dabei werden neben den Effekten der Hühnerlinien auch die Einflüsse des Geschlechts und des Muskeltyps analysiert. Im Rahmen dieser Studie erfolgt daher eine Untersuchung des M. pectoralis, der überwiegend aus glykolytischen Muskelfasern besteht, sowie des M. gastrocnemius, der auch oxidative Muskelfasern enthält.

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Identifizierung und einem vertieften Verständnis der molekularen Mechanismen, welche Veränderungen in der Körper- und Muskelentwicklung durch eine Variation der Inkubationstemperatur bedingen. Die im Rahmen dieses Projektteils durchgeführten Transkriptom- und Metabolom-Analysen werden durch Untersuchungen epigenetischer Modifikationen sowie durch Analysen der strukturellen und biochemischen Eigenschaften des Muskelgewebes ergänzt.