Projekt


ProFeed

Kontakt: Prof. Dr. Cornelia C. Metges

Laufzeit: 2022-2025

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Zusammenfassung:
„ProFeed“ hat zum Ziel einen hochwertigen proteinreichen Futtermittelzusatzstoff aus cellulosehaltigen Reststoffen der regionalen Landwirtschaft bzw. Paludikulturen zu entwickeln. Zunächst soll von der Uni-Greifswald untersucht werden, ob aus der Ostsee isolierte bakterielle Symbionten der Schiffsbohrmuschel Teredo navalis durch ihre lignocellulolytischen Enzymkaskaden und ihrer Fähigkeit atmosphärischen Stickstoff für die Synthese von Aminosäuren zu fixieren, in der Lage sind, komplexe cellulosehaltige Reststoffe zu veredeln. Dabei sollen regionale Neben- und Reststoffe wie z.B. Stroh im Fermentationsprozess als Kohlenstoffquelle dienen, um mit Hilfe der bakteriellen Stickstofffixierung, proteinreiche mikrobielle Biomasse (F-BioM) aufzubauen. Am FBN soll dann die Eignung von F-BioM für die Aufzucht von Hermetia illucens Larven (Black Soldier Fly Larvae, BSFL) geprüft werden. Diese BSFL sind in der Lage, eine Vielzahl von organischen Materialien effizient in Biomasse umzuwandeln. Wir postulieren, dass die Biomasse, die aus dem Fermentationsprozess von Mikroorganismen des Schiffsbohrwurms (F-BioM) stammt, das Larvenwachstum verbessern kann, wenn sie in steigenden Mengen ein konventionelles Insektenfutter ersetzt. Weiterhin soll geklärt werden, ob das BSFL-Wachstum und die Proteinqualität der Larvenkörpermasse durch die F-BioM anstelle eines konventionellen Insektenfutters (MDG) verbessert werden kann. Zur Bestimmung des maximal möglichen Ersatzes von MGD durch F-BioM bei möglichst gleichbleibender Wachstumsleistung, wird zunächst die Nährstoffzusammensetzung von F-BioM im Detail bestimmt und dessen Eignung anschließend in einem Fütterungsversuch mit BSFL überprüft. Auf Basis von Nährstoffanalysen in Futtersubstraten, Larven und deren Reststoffen wird zusätzlich eine Bilanzierung durchgeführt. Auf diese Weise findet das proteinangereicherte F-BioM einen realen Anwendungsfall und trägt im Sinne der Bioökonomie zur Schließung von Nährstoffkreisläufen bei.