Projekt


Bioindikatoren für die Evaluierung der Haltung, Gesundheit und Produktqualität von Fischen in differenten Aquakultursystemen

Kontakt: Prof. Dr. Tom Goldammer

Laufzeit: 2020-2022

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Zusammenfassung:
Optimale Haltungsbedingungen, gesunde Tiere und innovative Rohstoffe sind Voraussetzungen für eine nachhaltige Aquakultur tierischer Organismen, die Erzeugung von Qualitätsprodukten und profitablen Absatz. Obwohl jedoch Fische aus Sicht des Menschen in Aquakultur erfolgreich aufwachsen, ist das Wissen zum Tierwohl selbst rudimentär und in Folge dessen der Produktionserfolg vermindert. Mit intergrierten Monitoringsystemen lassen sich Stress, Gesundheit und Tierwohl aquatischer Organismen in verschiedenen Abschnitten der Produktion vom Schlupf bis zum Erreichen des Erntegewichtes der Tiere messen, Haltungsbedingungen und Aquakulturanlagen zertifizieren und somit Fischproduktionsverfahren bis hin zum Schlachtprozess optimieren. Im Rahmen des Vorhabens ist die Entwicklung integrierter Prüf- und Monitoringmechanismen für das Fischwohl für die juvenilen Lebensstadien von Salmoniden geplant. Hierfür erfolgt ein umfassendes Monitoring der Haltungsbedingungen mit physikochemischer und Bildsensorik (u.a. Wasserparameter, Aktivitätsmuster, Gesundheitsstatus). Dies beinhaltet auch die Erfassung von Bakterien und Parasiten. Mit KI-Algorithmen erfolgen Big-Data-Analysen der Monitoringdaten. Die umfassende sensorische Analytik erlaubt eine frühzeitige Einschätzung und sogar Vorhersage des Tierwohls in Echtzeit. Schwerpunkte des Vorhabens befassen sich mit der Erfassung und Reduzierung negativer Einflüsse im Aquafarming, insbesondere juveniler Entwicklungsstadien und dem Einfluss mikrobiologischer Parameter auf die Gesundheit von Aquakulturorganismen und mit Mikroalgen als innovative probiotische Futtermittel. Außerdem erfolgt eine Prüfung der Produktqualität als Lebensmittel für den Menschen. In enger Zusammenarbeit mit dem Schwesterprojekt SensoFiA, in dem die Entwicklung von Zellkulturlinien und einer Biochip-basierten Stressmessmethodik im Fokus steht, wird dieses Vorhaben einen wertvollen Beitrag zu mehr Tierwohl in der Aquakultur leisten.