Projekt


Innovationspotenziale für Emissionsminderungen von Treibhausgasen in der Wertschöpfungskette Milch (INNO-MilCH4) - Teilprojekt 3

Kontakt: Prof. Dr. Cornelia C. Metges

Laufzeit: 2013-2017

Förderung: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Zusammenfassung:
Die Nutztierhaltung hat einen wesentlichen Anteil an der vom Menschen verursachten Methanemission, wobei Milchkühe die bedeutendsten Emittenten sind. Ziel des Projekts war den Zusammenhang zwischen Milchfettsäuren und der Methanproduktion unter dem Einfluss verschiedener Futterrationen und die Validität und Robustheit des Methanindikators Milchfettsäure zur Abschätzung der Methanemissionen zu prüfen. Dazu wurde ein Fütterungsversuchs an Milchkühen mit vier unterschiedlich zusammengesetzten Rationen durchgeführt und die Methanemission in Respirationskammern sowie das Fettsäuremuster in der Milch mittels Infrarotspektroskopie und Gaschromatographie gemessen und verglichen. Auf dieser Datengrundlage wurden verschiedene Schätzformeln für die Vorhersage der kuhindividuellen Methanemission erarbeitet. Es stellte sich heraus, dass die zusätzliche Berücksichtigung der energiekorrigierten Milchleistung die Vorhersagekraft von Methanschätzgleichungen verbesserte, die auf der Schätzung von Milchfettsäuren durch Infrarotspektrometrie beruhten. Ferner konnten Fütterungsempfehlungen hinsichtlich der Rationsgestaltung für eine CH4-mindernde und wiederkäuergerechte Ernährung erarbeitet werden. Die Entwicklung eines indirekten Markers anhand von Milchfettsäuren und der energiekorrigierten Milch ermöglicht Landwirten, Milchkontrollverbänden, Molkereien und Behörden die Quantifizierung der Methanemission individueller Tiere sowie einzelner Betriebe und damit die Methanemission auf Betriebsebene senken. Ein indirekter Marker könnte auch Grundlage für die Zucht von Milchrindern mit geringer Methanemission sein.