Von der genetischen Theorie zur Züchtungspraxis.
Wie beeinflusst die genetische Ausstattung Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Anpassungsvermögen von Nutztieren? Die Arbeitsgruppe Haustiergenetik am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) untersucht den quantitativ-genetischen Hintergrund komplexer Merkmale und entwickelt daraus innovative Konzepte für eine nachhaltige Tierzucht.
Ein Schwerpunkt unserer Forschung liegt auf dem quantitativ-genetischen Hintergrund von Merkmalen, die für die Nutztierhaltung und Züchtung relevant sind. Wir analysieren, wie diese Merkmale genetisch beeinflusst werden und wie sie sich züchterisch nutzen lassen.
Mithilfe populationsgenetischer Untersuchungen erforschen wir außerdem die Struktur und Entwicklung von Nutztierpopulationen. Dies ist wichtig um genetischen Fortschritt durch Selektion mit dem langfristigen Erhalt genetischer Vielfalt zu verbinden.
Im Mittelpunkt stehen Merkmale aus den Bereichen Immunkompetenz, Futter- und Nährstoffeffizienz, Stoffwechselstabilität und Resilienz. Ziel ist es, Nutztierpopulationen an zukünftige oder sich verändernde Umwelt- und Produktionsbedingungen anzupassen und ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit nachhaltig zu stärken sowie negative Umweltwirkungen aus der Tierhaltung zu reduzieren.
Wir forschen an modernen Züchtungskonzepten, welche auch Wechselwirkungen zwischen Genetik und Umwelt berücksichtigen. Dazu gehören beispielsweise Pathogen-Wirt-Interaktionen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Integration von Mikrobiota-Daten und weiteren Omics-Informationen, um biologische Zusammenhänge umfassender zu verstehen, Merkmale präziser vorherzusagen und die Effizienz von Zuchtprogrammen dadurch weiter zu steigern.
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Dr. sc. agr. Franziska Keßler
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Prof. Dr. agr. habil. Norbert Reinsch
Genetik und Genomik
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