Umwelt und Ressourcen schonen durch optimale Phosphorverwertung

|   Aktuelles

DFG fördert gemeinsames Forschungsprojekt „P-FOWL“ der Universität Hohenheim und des FBN für drei weitere Jahre

Das Element Phosphor ist für alle Organismen essentiell. Einerseits ist mineralischer Phosphor bzw. Phosphat eine begrenzte Ressource, die schon in gut 100 Jahren aufgebraucht sein könnte. Anderseits führt die übermäßige Verwendung von Phosphor in Futter- und Düngemitteln zu einer Belastung der Umwelt. Seit 2017 werden daher in dem von der Universität Hohenheim geleiteten Projekt „P-FOWL“ alle Aspekte der Phosphorverwertung aus pflanzlichen Futtermitteln bei Legehennen und Wachteln erforscht (DFG-FOR 2601). Für die Fortführung der Forschergruppe in den nächsten drei Jahren hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft insgesamt rund drei Millionen Euro bewilligt.
Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist es, genetisch und nicht-genetisch bedingte Unterschiede bei der Phosphorverwertung zu untersuchen sowie deren Bedeutung für die Tiergesundheit zu verstehen. Die Tiere sollen dem im Futter enthaltenen Phosphor optimal nutzen können, damit Landwirt:innen weniger Phosphor aus mineralischen Quellen zusetzen müssen. Damit sollen Ressourcen und die Umwelt geschont werden.
Erste Ergebnisse des Gemeinschaftsprojektes zeigen, dass die Fähigkeit der Tiere, Phosphor aus dem Futter aufzunehmen, genetisch bedingt ist. Dadurch ergeben sich Ansatzpunkte für zukünftige Zuchtvorhaben von Tieren mit besserer Phosphorverwertung. Darüber hinaus bilden sich bei der Freisetzung von Phosphor aus pflanzlichen Verbindungen während des Verdauungsvorgangs Substanzen, die bislang kaum erforschte Vorteile für die Gesundheit der Tiere haben können.
Das FBN ist als Projektpartner mit zwei Teilprojekten beteiligt, in denen die tierseitige Regulation des Phosphor- und Myo-Inositol-Stoffwechsels insbesondere in der sensiblen Phase des Legebeginns untersucht wird. Dies schließt die Ebene der Genaktivität und der epigenetischen Variation sowie der Ausschüttung wichtiger Hormone ein. Darüber hinaus übernimmt das FBN die bioinformatische Gesamtauswertung der Daten aus allen Teilprojekten der Forschungsgruppe.

Weiterführende Informationen:

FBN-Projekte in der DFG-Forschungsgruppe „P-FOWL“:

  • Charakterisierung der Mineralienverwertung durch funktionelle Genomik bei zwei hochleistenden und genetisch unterschiedlichen Legehennenlinien
  • Epigenetik, molekulare Pfade und Datenintegration zur Ableitung biologischer Netzwerke im Zusammenhang mit Myo-Inositol und P-Verwertung bei zwei hochleistenden und genetisch unterschiedlichen Legehennenlinien

https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/322916021?context=projekt&task=showDetail&id=322916021&

 


Zurück