Forschungspreis der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) an FBN-Wissenschaftlerin vergeben.

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Die Verhaltensbiologin Annika Krause hat für ihre 2019 an der Professur Verhaltenskunde der Agrar-und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock fertiggestellte Dissertation „Affective-autonomic states of domestic pigs in the context of coping and animal welfare“ am 28.11.2019 den Forschungspreis der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) erhalten.

Der Forschungspreis der IGN ist der einzige seiner Art im deutschsprachigen Raum und richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die herausragende und anwendungsorientierte Arbeiten zur Förderung der artgerechten Nutztierhaltung veröffentlicht haben.

Die Arbeit wurde am Institut für Verhaltensphysiologie am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf angefertigt und von Professor Dr. Birger Puppe, Dr. Jan Langbein und Dr. Manuela Zebunke betreut.

Der Schwerpunkt der Studie lag auf der Untersuchung affektiver Zustände domestizierter Schweine. Dabei wurden den Tieren Transmitter implantiert, die kontinuierlich deren Herzaktivität und Blutdruck erfassen. Mit der in einem zweiten Schritt validierten innovativen Methodik wurden die affektiv-autonomen Reaktionen von Schweinen in unterschiedlichen Haltungssituationen sowie speziell der Zusammenhang mit individuellen Coping-Strategien der Tiere untersucht.

Die individuelle Art und Weise wie bestimmte Situationen von den Tieren affektiv bewertet werden, zeigt die Komplexität affektiver Zustände hinsichtlich ihrer zugrundeliegenden Mechanismen und ihrer individuellen Wahrnehmung und Verarbeitung. Der gewählte multidisziplinäre Ansatz bietet hohe wissenschaftliche Aussagekraft und versteht sich als Beitrag, unser Verständnis von Schweinen zu vertiefen: sie nicht nur als reine „Produktionstiere“ wahrzunehmen, vielmehr als komplexe Individuen, von denen jedes seine eigenen individuellen Merkmale, Emotionen und Bedürfnisse hat.

 


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