Forschungspreis der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) vergeben

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Am 23.11.2017 wurde in Freiburg der IGN-Forschungspreis für artgerechte Nutztierhaltung an Frau Maren Kreiser vergeben.

Frau Maren Kreiser hat den IGN-Forschungspreis, verbunden mit einem Preisgeld von 3.000 Euro, für ihre Masterarbeit „Untersuchung zur Impulskontrolle bei Schweinen hinsichtlich quantitativer und qualitativer Unterschiede in der Belohnung“ erhalten. Die Arbeit wurde am Institut für Verhaltensphysiologie des FBN Dummerstorf unter der Betreuung von Dr. Manuela Zebunke und Prof. Dr. Birger Puppe angefertigt und an der Professur für Verhaltenskunde der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock 2016 verteidigt.

Mittels eines psychokognitiven Ansatzes (Delay Maintenance Test) wurden in der Studie erstmals Unterschiede in der Impulskontrolle bei Schweinen bezüglich qualitativer und quantitativer Belohnungen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Schweine über die Fähigkeit der Impulskontrolle verfügen, diese aber tierindividuell sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Erstmalig konnte nachgewiesen werden, dass die Impulskontrolle bei qualitativ unterschiedlichen Belohnungen größer ist als bei quantitativen.

Der Forschungspreis der Internationalen Gesellschaft für Nutztierhaltung (IGN) wird jährlich ausgeschrieben und ist der einzige seiner Art im deutschsprachigen Raum. Er richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die herausragende und anwendungsorientierte Arbeiten zur Förderung der artgerechten Nutztierhaltung veröffentlicht haben. Die diesjährige Preisverleihung fand im Rahmen der 49. Internationalen Tagung Angewandte Ethologie der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft in Freiburg im Breisgau statt.


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Prof. Dr. Hanno Würbel, Maren Kreiser und Dr. Nina Keil bei der Preisverleihung (von links, Foto: IGN)