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Programmbereichssprecher:

Prof. Dr. Steffen Maak

E-Mail:
maak@fbn-dummerstorf.de

 

Leistungs- und Anpassungsvermögen

Aufklärung der genetischen und physiologischen Grundlagen des Leistungs- und Anpassungsvermögens der Nutztiere - wichtige Voraussetzung für die nachhaltige Erzeugung von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft unter sich ändernden Produktions- und Klimabedingungen.

Neben der weiteren züchterischen Verbesserung der quantitativen und qualitativen Eigenschaften, der verbesserten Ausschöpfung der Leistungsveranlagung und der Zucht von Tieren mit optimaler Eignung für bestimmte Produktionssysteme kommt der Optimierung wettbewerbsfähiger standort- und bedarfsspezialisierter Produktionsverfahren Bedeutung zu.
In diesem Programmbereich sollen grundlegende Erkenntnisse zur Regulation des Stoffansatzes und -umsatzes gewonnen werden. Von besonderem Interesse ist dabei die genetisch und physiologisch determinierte Regulation des Protein- und Energiestoffwechsels, da Protein- und Energieumsatz von zentraler Bedeutung für Muskelwachstum, Adipogenese und Laktation sowie die resultierende Produktqualität sind. Für die Aufklärung der physiologischen und genetischen Grundlagen der Regulation von Muskelwachstum, Adipogenese und Laktation ist die Identifizierung von maßgeblichen physiologischen Regelkreisen sowie von Genomregionen und Genen mit Einfluss auf diese Merkmalskomplexe erforderlich. Dieses wird ergänzt durch die Analyse der Interaktion zwischen diesen Genomregionen sowie der entsprechenden Genprodukte. Dazu sollen bio-mathematische, bio-informatische und molekularbiologische Ansätze zur umfassenden Analyse funktioneller Netzwerke von Genen und Proteinen in ihrer Bedeutung für die Merkmalsausprägung integriert werden.
Ziel dieses Forschungsschwerpunktes ist es, neue Erkenntnisse über grundlegende Prozesse der Vererbung und der Ausprägung tierischer Leistungen zu erarbeiten. Für die Merkmalsausprägung sind dabei additive und nicht-additive genetische Effekte von Bedeutung. Eine Rolle spielen auch epigenetische Phänomene, die als von der Nukleinsäuresequenz unabhängige Mechanismen Einfluss auf die Regulation von Genen haben und die Weitergabe dieses Zustandes von Zelle zu Zelle ermöglichen.
Vor dem Hintergrund zu erwartender veränderter Klima- und Umweltbedingungen stellt die Untersuchung des Adaptationsvermögens der Nutztiere in Abhängigkeit von ihrem genetischen Hintergrund einen weiteren Schwerpunkt dieses Programmbereiches dar. Das Ziel besteht darin, ontogenetische, physiologische und ethologische Stresskomponenten in ihrer Wechselwirkung mit leistungsabhängiger Regulation zu untersuchen und Indikatoren auf verschiedenen biologischen Ebenen herauszuarbeiten, die verlässliche Informationen über das Anpassungsvermögen, den Belastungsstatus und das Wohlbefinden eines Tieres geben.