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Eine Hochleistungs-Milchkuh produziert > 10000 Liter Milch pro Jahr. Diese enorme Stoffwechselleistung geht einher mit einer reduzierten Fruchtbarkeit der Tiere. Der Zusammenhang zwischen erhöhter Milchleistung und reduzierter Fruchtbarkeit ist jedoch unverstanden. In der Abteilung Reproduktionsbiochemie wird der Ansatz untersucht, ob oxidativer Stress eine Rolle spielen könnte. Oxidativer Stress führt zur Erhöhung der Konzentration von oxidierten Lipiden, die wiederum als fruchtbarkeits-relevante Biomarker dienen könnten. Eine Reduktion der Konzentration von oxidierten Lipiden könnte die Fruchtbarkeit von Hochleistungs-Milchkühen positiv beeinflussen.
Während der Keimzellentwicklung beim männlichen Säuger entstehen hochspezialisierte Spermien aus pluripotenten Vorläuferzellen. Während dieses Vorganges müssen dramatische morphologische Veränderungen in einer zeitlich fein koordinierten und aufeinander abgestimmten Sequenz durchlaufen werden. In der Abteilung Reproduktionsbiochemie werden molekulare Mechanismen untersucht, die diese Vorgänge regulieren.
Kapazität und Stoffwechselleistung des Uterus bestimmen wesentlich die Anzahl und die Vitalität der geborenen Ferkel. Ein Schwerpunkt biochemischer Untersuchungen befasst sich mit einem Hauptregulator der Proteinbiosynthese (Initiationsfaktor eIF4E) im endometrialen Luminalepithel im Zeitraum der Implantation. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass maternale und embryonale Signale eine proteolytische Spaltung dieses Faktors induzieren. Dadurch wird offensichtlich die Proteinsynthese im Luminaleithel in einer Weise beeinflusst, welche die Implantation der Blastozyste stimuliert. Die komplexen Untersuchungen zur embryonalen und fetalen Entwicklung tragen dazu bei, die Ursache für inhomogene Würfe zu erkennen und zu beeinflussen.