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Die Experimentalanlage Schwein mit etwa 750 Tierplätzen unterteilt sich in die Ferkelerzeugung und die Versuchstierhaltung. Es werden ausschließlich Schweine der Deutschen Landrasse in einem geschlossenen System gezüchtet und gehalten. Eine für die Öffentlichkeitsarbeit viel genutzte Besonderheit der Versuchsanlage ist eine Besucher- und Postergalerie im Dachgeschoss des Winkelbaus, von der aus man in nahezu alle Stallabteile sehen kann.
Die Schweinehaltung orientiert sich an den aktuellen Standards (z.B. Gruppenhaltung mit Selbstfangfressständen und Außenausläufen für tragende sowie Bewegungsbuchten für säugende Sauen; überwiegend Teilspaltenböden, Beschäftigungsmöglichkeiten) und möglichst flexible experimentellen Voraussetzungen für verschiedene Versuchsdurchführungen.
Alle Versuche werden auf der Grundlage des online zugänglichen Produktionszyklogramms (3-Wochen-Rhythmus, 4-wöchige Säugezeit, 7 Sauengruppen) langfristig geplant und koordiniert.
Neben der Eigenreproduktion besteht ein kontinuierlicher Bedarf an Jungsauen für fortpflanzungsbiologische Untersuchungen, wodurch aus jeder Gruppe für ca. 20 Zuchtläufer eine Eigenleistungsprüfung erfolgt. Für die Prüfung von Nachkommen in Versuchen stehen 32 Einzelboxen und 60 Mastplätze in Gruppenhaltung an 6 Abrufstationen zur Verfügung. Ernährungsphysiologische Exaktversuche erfolgen in Stoffwechselkäfigen. Dieses Stallabteil wird flexibel auch zur Haltung tragender Jungsauen in Versuchen eingesetzt (temporäre Kastenstände).
Speziell für verhaltenbiologische Untersuchungen sind für verschiedene Testungen eine Abrufstation für Sauen (Fa. Mannebeck), ein Bioakustikraum mit open-field-Anlage und Vorrichtungen zur Isolation von Ferkeln im Versuchseinsatz.
Für Probenentnahmen, chirurgische Eingriffe und spezifische Untersuchungen werden von den Forschergruppen innerhalb der Experimentalanlage ein Operationsraum mit zwei angrenzenden Laboren sowie ein DXA-Gerät (Dualenergie-Röntgenabsorptionsmetrie) genutzt.